out of line

am Shift Festival 2011, Basel:

“out of line”

2011, Audioinstallation für Telefonkabine
shusha Niederberger

Welche Räume benutzen wir beim telefonieren, und in welche mediale Räume können wir dabei geraten?
Der nostalgischen Raum der Telefonkabine ist uns zwar noch vertraut, aber aus dem allgemeinen Gebrauch verschwunden. Dafür halten wir uns öfters als uns lieb ist in Warteschleifen auf. Diese Arbeit ist eine Befragung der Warteschleife über den Versuch, absichtlich dorthin zu gelangen: eine Collage aus Musik und Gesprächsfragmente mit den Callcenter-Agents über den eigenartigen Raum der Warteschleife, seine Zugangsbedingungen und Verborgenheit.

Die ehemalige Telefonkabine der Zürcher Café Bar Nordbrücke wurde zu einem mobilen Ausstellungsort für Medienkunst und geht in dieser Form auf Reisen. Der Restaurant-Bereich des Shift Festivals ist ihre erste Station.

Shift Festival Basel, 27. – 30.10.2011
Kabine en route

der Raum der abwesenden Dinge

karte

15. Januar bis 13. März 2011
aktuelle Kunst aus der Region 2011
Eröffnung: 14. Januar, 19.30 Uhr

St. Urbanhof, Theaterstrasse 9, 6210 Sursee
Karte

Workshop in Cairo

poster

Media Hacking – Interactive Arts Workshop

Marc Lee, Shusha Niederberger, Alexander Tuchacek

30.8. – 16.9.2010
Cultural Center, Ahmed Shawky Museum, Cairo
Exhibition 16.9. – 25.9.2010

with kind support from
ProHelvetia Cairo and Zurich
VMK – Vertiefung Mediale Künste, ZHdK Zürich

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung

Martin Müller – kinetische Installationen
Shusha Niederberger – software pieces

Mittwoch 24. März 2010
18 – 21 Uhr

sam scherrer contemporary
Kleinstrasse 16, 2. OG
sowie in der ehemaligen Schlosserei Nyffenegger
Kleinstrasse 3
8008 Zürich

samscherrer_einladung

Ausstellungsdauer: 24.3. – 24.4.2010
Donnerstag bis Freitag 14 – 18 Uhr
Samstag 12 – 16 Uhr
und nach Vereinbarung

http://www.samscherrer.ch

Souvenirs

MP3-CDs mit beliebter traditioneller Musik. Test OK, aber mein Apple kann gar nichts davon abspielen oder das angebliche img-File konvertieren.

MP3-CDs mit beliebter traditioneller Musik. Test OK, aber mein Apple kann gar nichts davon abspielen oder das angebliche img-File konvertieren.

Hafez-Zitate, welche auf der Strasse als Prophezeiungen angeboten werden. Manchmal pickt sie ein Vogel aus der Schachtel, manchmal darf man selber eine Karte ziehen.

Hafez-Zitate, welche auf der Strasse als Prophezeiungen angeboten werden. Manchmal pickt sie ein Vogel aus der Schachtel, manchmal darf man selber eine Karte ziehen.

Lunchbag der Bus-Kooperative Nr. 6. Wird allen Passagieren abgegeben und enthält Saft, Kekse und Cracker.

Lunchbag der Bus-Kooperative Nr. 6. Wird allen Passagieren abgegeben und enthält Saft (Geschmack: süss), Kekse (mit Pseudo-Banane) und Cracker (ok).

Metroticket Teheran. Sehr modernes, angenehme und schnelles Transportmittel, der erste oder letzte Wagen ist für Frauen reserviert, aber es ist auch erlaubt in allen anderen Wagen zu fahren.

Metroticket Teheran. Sehr modernes, angenehmes und schnelles Transportmittel. Der erste oder letzte Wagen ist für Frauen reserviert, aber es ist ihnen auch erlaubt, in allen anderen Wagen zu fahren.

Eintrittskarten für touristische Einrichtungen. Kosten immer 0.50 CHF und oft wird die Angabe der Nationalität verlangt (für die Statistik). Das aufgedruckte Bild entspricht nicht der jeweiligen Institution.

Eintrittskarten für touristische Einrichtungen. Kosten immer 0.50 CHF und oft wird die Angabe der Nationalität verlangt (für die Statistik). Das aufgedruckte Bild entspricht nicht der jeweiligen Institution (ausser das ganz oben: 3 CHF für die armenische Kirche in Isfahan und das Bild ist korrekt).

Quittung und Passierschein des Spitals in Yazd über die Behandlung (rechtes Ohr freisaugen) und den Preis (7.50 CHF)

Quittung und Passierschein des Spitals in Yazd über die Behandlung (rechtes Ohr freisaugen) und den Preis (7.50 CHF)

Made in Germany auch für die Bell(e)zza.

Made in Germany auch für die Bell(e)zza.

nicht immer ist drin, was drauf steht: sehr nützliches Präsent im Hotel Azadi, Yasuj.

Nicht immer ist drin was drauf steht: sehr nützliches Präsent im Hotel Azadi, Yasuj.

aber diesmal schon:

Ich wollte eine Frauenzeitschrift kaufen.

Ich wollte eine Frauenzeitschrift kaufen...

Ich schätze, das sind tatsächlich abgedruckte SMS.

... aber innen: ich schätze, das sind tatsächlich abgedruckte SMS.

sms_inside2

Das Bild erinnert an Filmplakate. Wir hatten das Glück, während der Busfahrten einige Schmonzetten zu sehen: junge Frau verliebt sich in den Freund des Bruders, ist aber schon einem anderen versprochen, oder ähnlich. Das Interessante daran ist, dass die Präsenz des Kamera-Auges aus dem Privatraum einen öffentlichen Raum macht - und so im Film alle Frauen zu Hause immer verschleiert erscheinen, sogar im Bett (verzweifelt und stumm in die Ferne schauend) in einer Art Pyjama-Hejab. Die Grenze zwischen Privat und Öffentlich ist undurchdringlich. Ausser vielleicht per SMS...

GodMode am Shift Festival Basel

godMode_shift09

GodMode / Shusha Niederberger, 2009

Eine Installation zu den Zaubersrprüchen der Programmiersprachen: eine externalisierte Selbstgesprächsanordnung lässt die Zeichen in ihren verschiedenen Medien zirkulieren und überspringen.
Währenddem die Zeichen im Prozessor des Rechners direkt verarbeitet werden und als schwebendes Treppenhaus in der Animation ihre Runden drehen, nimmt der gemurmelte SourceCode derselben Animation den Umweg durch den Raum, lässt sich vom Besucher dreinreden und wirkt dann auf das Bild zurück. Nur hartnäckiges Schweigen aller Akteure kann das Geknäuel des Treppenplaneten wieder zur Spur verdünnen und diese langsam auflösen. Das Spiel mit der mit Selbstbeschwörung der Zeichen beginnt von neuem, die nächste Klasse ist dran. “Schrääg-strich, Schrääg-strich” sagt die Stimme und es folgen in plötzlich aufblitzender Klarheit inmitten eigenartig rhythmischem Gemurmel die Anmerkungen, welche die Programmiererin im Code hinterlassen hat.

–> Dokumentation

shift festival

Shift Festival der elektronischen Künste
22.-25.10.2009
Dreispitzareal, Basel
http://www.shiftfestival.ch/

Street Food

saftladen_teheran

Getränkeladen in Teheran: hier gibts frischgepresste Säfte: Melone, Beeren, Karrotten, Orange, mit etwas Glück auch Granatapfel.

beeren_darband

Beerenstand in Darband. Die glänzenden Fladen vorne sind aus getrocknetem Beerenmus, von etwas ledriger Konsistenz, angenehm sauer aber furchtbar klebrig.

kekse

Jeden Tag holten wir uns frische Kekse aus der von drei Frauen betriebenen Kekse-Bäckerei in Masuleh. Die braunen im Vordergrund sind aus einem würzigen bröseligen Teig in Fett gebacken, mit Puderzucker bestreut und lauwarm gegessen ein Wahnsinn. Die hellen mit den Punkten sind Ingwerkekse, etwas trocken und überraschend scharf.

Restaurants

Darband

Ausflugs- und Naherholungsgebiet am Nordzipfel von Teheran, schon fast in den Bergen. Es ist sehr angenehm entspannt hier, Frauengruppen rauchen Wasserpfeife und lachen laut, Paare unter sich.

restaurant-darband

Restaurant in Darband, es gibt hier auch noch einen künstlichen Wasserfall und Nachtigallen im Käfig.

mirza-ghasemi_darband

Mirza Ghasemi: Mus aus Aubergine, Tomaten, Knoblauch und Ei, mit Joghurt und Minze-Öl. Wir trinken Zam-Zam Cola und islamic Beer (Alkoholfrei, dafür mit Zitronenaroma)

tee_darband

Und zum Abschluss Tee.

“Restoran”

(buchstäbliche Transkription aus dem Persichen)

restaurant_isfahan

Restaurant in Isfahan, an der Hauptstrasse. Terrasse im 1. Stock, mit pinkem Neonlicht beleuchtet.

kebab1_isfahan

Chicken Kebab mit Salzgurken.

Sofreh Kahneh Sonnati, Isfahan

sofreKanehSonnati1

Ein Restaurant wie im Bilderbuch: Gleich neben der Sheikh Lotfallah Moschee gelegenes traditionelles Restaurant mit grosser Terrasse.

sofreKanehSonnati2

Arash hat uns hierher geführt und war sehr zufrieden mit unserer Freude über den wunderschönen Platz. Im Hintergrund ganz verwischt weil so schnell: ein Kellner im traditionellen Dress.

sofreKanehSonnati3

"Dizi", Eintopfgericht mit Hammelfleisch, Kartoffeln und Kichererbsen. Man isst es in zwei Durchgängen: als erstes wird die Suppe in eine Schüssel abgegossen (im Bild) und mit Brot getunkt gegessen. Dann mit dem Mörser (ganz rechts) das im Tontopf Verbliebene zerstampft und dann ebenfalls gegessen. Die grünen Kräuter sind sehr erfrischend dazu. Und ja, man isst auf dem Teppich, als Tischtuch gibt es eine Plastikfolie.

Örtliche Spezialitäten

isfahan_mittagessen

Wir haben nicht herausgefunden, wie dieses Gericht heisst, welches wir gleich neben dem Bazar in Isfahan zu Mittag assen. Der mit Öl beträufelte frische Brotfladen war gefüllt mit einer Art Burger und etwas Fleischmuss, beide mit einem relevanten Anteil Leber. Zusammen mit dem Joghurt, den Zwiebeln und den Kräutern schmeckte es hervorragend, war aber sehr schwer und keiner von uns schaffte seine Portion.

khoresht_yazd

Khoresht zum Abendessen im Silkroad Hotel, Yazd. Ein Khoresht ist ein Ragout, ich bin nicht mehr sicher ob das ein Khorest-e Bademjan war (also ein Ragout mit Auberginen).

Restaurant Hamam, Yazd

in einem alten Hamam (Dampfbad) untergebrachtes Restaurant in Yazd, angenehm kühl.

hamam_yazd

fesenjun_jazd

"Fesenjun", mit Chicken. In einer raffinierten Sauce aus Walnüssen und Granatäpfeln gekochte Hühnerkeule. Mein Lieblingsgericht, allerdings bevorzugte ich die Version des Silkroad Hotels mit Lammfleischbällchen.

kuku-e-sabzi_yazd

Kuku-e sabzi, Gemüseplätzchen mit Spinat

asht-e-mast_shiraz

Asht-e jo, eine Suppe mit Linsen und Pommes.

salat

Salat mit rosa Sauce für den rebellierenden Magen.

chelokebab

Chelo Kebab - mit Safran gewürzter Lammkebab, köstlich. Die orange Paste auf dem Teller oben war nichts mit Aprikose, sondern einfach nur süss.

essenausverkauft

Das Schild meldet "Essen ausverkauft" vor der Einfahrt zum Restaurant in Shiraz.

chickensoup

Suppe mit Huhn, Shiraz

sueppchen_azadi

Süppchen im Restaurant des Azadi Hotels, Yasuj. Mein Magen noch immer im Streik. Das Stück Brot dazu war das einzige Mal, dass wir diese Art von Brot statt dem üblichen Kartonbrot bekamen.

abendessen-yasuj

Abendessen in Yasuj: links das beste Huhn der ganzen Reise für Adina, Chelo Kebab für Pius, Reis und Salat für mich.

asht-e-sabzi

Asht-e Sabzi, Gemüsesuppe, in einem traditionellen Restaurant in Isfahan.

burger_masuleh

Fleischburger im Restaurant des Hotels Mehran, Masuleh. Man isst meistens mit dem Löffel.

restaurants_masuleh

Restaurants in Masuleh

dizi_detail

Dizi zerstampfen, Masuleh

asht-e-mast

Asht-e mast, Joghurtsuppe mit Minzeöl, Masuleh.

chicken_teheran

Mein letztes Abendessen in Teheran. Es war Ramadan, und 2/3 der Gerichte auf der Speisekarte waren gestrichen. Also hatten wir wiedermal die Wahl zwischen Kebab und Chicken. Dies ist Chicken, mit einer tollen leicht süssen Sauce. Daneben steht eine Büchse original Coca-Cola. Es gibt im Iran auch ein Abfüllanlage dafür (gab es übrigens auch in Rumänien zu Zeiten der Diktatur).

Kebabis

Kebabis sind kleine Imbisse, in denen man meistens nur Kebab bekommt. Gewöhnlich gibt es Chicken und Lamm Kebab zur Auswahl (chicken sind ganze Fleischstücke, Lamm oft gehackt in einer kompakten Masse. Beide werden an langen Spiessen über Kohle gebraten. Zum Kebab wird immer Reis und gegrillte Tomaten serviert, chicken Kebab kommt mit Zitronen oder Limetten. Wir haben oft Joghurt dazu gegessen (dieses gibt es nature, oder mit Schalotten, Knoblauch oder Gurke drin).

kebab_basaar

Der erste Chicken-Kebab, im Basar von Teheran.

Tee

Wir haben sehr viel Tee getrunken. Die Dichte der Teehäuser ist aber nicht vergleichbar mit derjenigen in der Türkei. Es gibt nicht viele, und man muss wissen, wo sie sind – sie sind nicht da, wo man sie vermuten würden. Es gibt kaum Teehäuser an schönen Orten, in Parks, am Fluss, an Einkaufsstrassen schon gar nicht. Man sagte uns, dass die Regierung die meisten davon geschlossen habe, und dass der Beruf des Teehausbesitzers nicht ein angesehener sei. Es gibt aber die Möglichkeit Tee zu trinken an jedem Busbahnhof, an den Raststätten, oft auch an kleinen Imbissen und Kiosks, sowieso bekommt man Tee in jedem Restaurant oder Kebabi. In richtigen Teehäusern kann man auch Wasserpfeife rauchen, es ist der romantische Ort par excellence. Egal wo man ihn trinkt, der Tee ist immer vorzüglich – heiss und stark. Die Iraner süssen ihn, indem sie sich ein Stück Zucker zwischen die Zähne klemmen und den Tee hindurchziehen.

tee_hotelmashad

Tee und Safran-Eis (immer mit Rosenwasser parfumiert) im Restaurant des Hotel Mashad, Teheran.

tee_artistsforum

Tee im Artists Forum, Teheran.

queisarieh_isfahan

Queisarieh Teehaus in Isfahan. Es liegt auf dem Dach des Bazars und die Aussicht über den Platz der Hälfte der Welt ist eine Wucht. Das Panorama (v.l.n.r): Sheikh Lotfallah Moschee, Imam Moschee, Ali Qapu Palast. Die Wiese davor füllt sich in den Abendstunden mit picknickenden Familien.

queysarieh_isfahan2

Man muss hier nicht bestellen - man kommt rein und 5 Minuten kommt der Tee und ein paar Süssigkeiten (der blau geblümte Teller ist leider schon leer gegessen)

tee_azadegan

Teehaus Azadegan, ein mit allem Möglichen vollgehängtes Gewölbe im Untergeschoss in einer Nebenstrasse des Bazars in Isfahan. Es ist in einen Männer- und Familienbereich getrennt, und zwar so, dass alle Frauen an den Männern vorbeidefilieren müssen, um in den hinteren Bereich zu kommen. Trotzdem sahen wir dort junge Frauen alleine eine Wasserpfeife geniessen.

...
...
...

...
...
...
...
...
...

...
...
...


...
...



...